PM: Radioaktivität: Spielplatz gesperrt!

Menschen, die am 16.10.2012 in der Stadt Celle eine Spielplatz besuchen wollten, dürften nicht schlecht gestaunt haben. Atomkraftgegner_innen hatten Spielplätze in der Stadt mit Flatterband abgesperrt und Warnschilder, auf denen „Radioaktivität- Spielplatz gesperrt“ steht, aufgehängt. Die Aktion soll an die Katastrophe von Tschernobyl vor 26 Jahren erinnern und auf den am Mittwoch stattfinden Prozess gegen zwei Castorblockierer_innen hinweisen.
Um die großgeschriebenen Worte auf dem Schild: „Radioaktivität Spielplatz gesperrt“ findet sich folgender Erklärungstext:

„Vor 26 Jahren kam es in Tschernobyl (Ukraine) zu einen der bisher größten Unfälle in einem Atomkraftwerk. Weite Teile des an die Ukraine angrenzenden Weißrusslands wurden verseucht. Eine radioaktive Wolke zog weiter über Europa und brachte die RADIOAKTIVITÄT bis nach Finnland und Deutschland. Konsequenzen der Katastrophe in Deutschland waren unter anderem, dass Pilze nicht mehr gesammelt werden sollten und auch der eine oder andere SPIELPLATZ GESPERRT wurde.


Die Katastrophe von Tschernobyl hat nach Angaben der Atomlobby 4.000 Menschenleben gekostet, die neuste Studie von weißrussischen WissenschaftlerInnen geht dagegen von 93.000 Opfern aus. Auch in Deutschland ist die Katastrophe von Tschernobyl möglich, die „modernsten“ AKWs der BRD sind über 20 Jahre alt.
Die einzige Möglichkeit eine Katastrophe zu verhindern ist der tatsächliche Ausstieg aus der Atomkraft – sofort!
Am 17.10. findet vor dem Celler Amstgericht ein Prozess gegen zwei Aktivisten statt, die im Jahr 2010 einen Castortransport gestoppt haben sollen. Dieses ist eine Solidaritätsaktion mit den Angeklagten …weil jeder Castortransport und jede Atomanlage gestoppt werden sollte. Damit nicht noch ein weiterer GAU passiert. “

Auch in Deutschland ist die Gefahr eines Super GAUs trotz beschlossenen Atomausstieges nicht unrealistisch. Noch immer werden an neun Standorten Atomkraftwerke betrieben und in jedem Jahr finden Transporte beladen mit hochradioaktiver Müll statt. In einer Email an den Blog der Castorblockade schreiben die Aktivist_innen außerdem folgendes: „Menschen sollten durch diese Aktion angeregt werden miteinander über das Thema zu sprechen. So auch Eltern mit ihren Kindern über die Ereignisse und Auswirkungen der Katastrophe. Verängstigen wollen wir mit der Aktion nicht. Wir wollen auf die real existierende Gefahr aufmerksam machen und betonen, dass nur der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie die Gefahr einer Katastrophe verhindern kann. An jedem Tag, an dem Atomkraftwerke betrieben werden besteht die Gefahr eines Super-GAU und es wird mehr atomarer Müll produziert, für den immer noch keine sichere Endlagerung existiert. Nicht wir Atomkraftgegner_innen handeln verantwortungslos, sondern die Atomlobby!“

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Antirepressionsarbeit kostet Geld

Die Aktion wird ein rechtliches Nachspiel haben, welches Geld kostet.

Menschen, die die Aktion unterstützenswert finden und Geld entbehren können, können es auf folgendes Konto transferieren:

Name: „Spenden und Aktionen“
Stichwort: Castorblockade Dalle
Kontonr.92881806
BLZ: 513 900 00 (Volksbank Mittelhessen)

IBAN DE29 5139 0000 0092 8818 06
BIC VBMHDE5F

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Anti-Atom-Camp Münsterland 19.–27. Juli 2013

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